DGC-Siebengebirge e. V.

Gleitschirm- und Drachenfliegen in der Region Köln-Bonn

Einige neue Gesichter im Vorstand des DGC

Bei der Mitgliederversammlung des Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs Siebengebirge stand das Führungsgremium zur Wahl

 

JHV2026


Kassiererin Susanne Baumgarten erklärt die Finanzlage des Vereins.

Mitgliederversammlungen beziehungsweise Jahreshauptversammlung gehören vermutlich nicht zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender eines Vereins. Denn oft ist die Beteiligungen an solchen Veranstaltungen eher gering. Beim Drachen- und Gleitschirmfliegerclub (DGC) Siebengebirge fanden kürzlich 41 von mehr als 300 stimmberechtigten Mitglieder den Weg in den Gasthof Zur Krone in Alfter. Dennoch zeigte die Mitgliederversammlung, warum der DGC mit stetig steigenden Mitgliederzahlen ein so beliebter Verein ist. Es kamen gute Gespräche, Diskussionen und friedliche, konstruktive Kritik zu den einzelnen Tagesordnungspunkten zustande.
Erfreulich war auch, dass unter den Teilnehmern von der Jugend bis zum Rentner alle Altersgruppen vertreten waren.

Auch die Bereitschaft, sich in im Verein zu engagieren, ist groß. Es gab für die zu besetzenden Vorstandsposten mehrere Anwärter, sodass es mehrmals zu einer geheimen Abstimmung kam. Bereits im Vorfeld der Versammlung hatte der Vorstand die Weichen auf Wechsel in dem Führungsgremium gestellt. Einige altgediente Amtsinhaber hatten signalisiert, nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Zudem sollte durch klarer definierte Aufgabenfelder die Arbeit des Vorstands effizienter gemacht werden. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Amt des Kasssenwartes, denn Susanne Baumgarten trat nicht mehr zur Wahl an. Sie hatte über viele Jahre diese verantwortungsvolle und rechtlich komplizierte Aufgabe mit großer Souveränität übernommen. Mit Tobias Fett wurde ein Nachfolger für sie gefunden. Auch der langjährige Webmaster und Jugendwart Klaus Geitner ist nicht mehr im Vorstand. Die Aufgaben des Webmasters geht an Augustinus Deimel. Als Jugendwart wurde Nikola Lepges gewählt. Ebenfalls neu in der Führungsriege ist Markus Koch-Girod als Schriftführer. Er übernimmt von Susanne Schuchardt. Hinzu kommt Uwe Auer, der die Aufgabe des Geländewarts für die Fluggebiete rechts des Rheins von Markus Scheid übernimmt. Markus Scheid fungiert als neuer dritter Vorsitzer und Pressewart. Eike Gellersen hatte zuvor sein Amt als dritter Vorsitzender zur Verfügung gestellt. Klaus Göhring hatte seinen Beisitzerposten als Motorschirmbeauftragter abgegeben, da er derzeit keine Notwendigkeit für diese Aufgabe sieht. Die Mitgliederverwaltung, die von Tobias Schmitz betreut worden war, wird wieder an ein Vorstandsamt gebunden.


Ingo Dahlenkamp |bleibt weiterhin Vorsitzender des Vereins. Zweiter Vorsitzender ist weiterhin Peter Hilbich. Er kümmert sich zudem künftig auch im die Mitgliederverwaltung. Sportwart Ralf Blumenthal, Thomas Kirchhoff als Geländewart für die Fluggebiete links des Rheins und Windenwartin Ingrid Bernhards Wischrath wurden in ihren Ämtern bestätigt.

„Für die, die sich nun viele Jahre aktiv im Vorstand eingebracht haben und nach guter Arbeit einen Nachfolger bekommen haben, gilt an dieser Stelle ein dickes Dankeschön“, sagte der wiedergewählte Vorsitzende Ingo Dahlenkamp nach der Wahl. Er dankte Susanne Baumgarten, Eike Gellersen, Klaus Geitner, Susanne Schuchardt, Klaus Göring und Tobias Schmitz für ihre gute und zuverlässige Arbeit. „Das gilt auch für Martina Krämer, die die Planung und Umsetzung unserer Klubausflüge meistert.“ Der Vorsitzende bezog in seinen Dank auch ausdrücklich diejenigen ein, die im Hintergrund immer wieder tatkräftig unterstützten und mit anfassten, wenn Hilfe benötigt wird. „Nur so macht das Vereinsleben Spaß und auch Sinn“, lautet sein Fazit.


Beim Ausblick für das anstehende Jahr verwies Dahlenkamp auf den runden Geburtstag des Vereins. Der DGC wird 30 Jahre alt. Es soll im Sommer eine Feier rund um das Jubiläum geben, die von einem Team organisiert wird.

Foto: Ingo Dahlenkamp

Frühlingswetter lockt Piloten ins Freie

Schleppwochenende in Wershofen

Wershofen202603


Bis zum Abend wurde in Wershofen geschleppt. Immerhin schaffte es die DGC-Crew, jeden Piloten mindestens einmal in die Luft zu bekommen.

7/8. März 2026. Es war viel los in Wershofen, sehr viel. Der DGC hatte zum Saisonbeginn ein Schleppwochenende für Mitglieder und Gäste organisiert. Da die Segelflieger auf dem Flugplatz Wershofen ihre Flugzeuge noch am Boden lassen, konnten die Gleitschirmpiloten die mehr als 1000 Meter lange Schleppstrecke nutzen. Und viele Piloten ergriffen die Chance, das Gelände in der Eifel aus der Luft zu betrachten. Leider trübte Saharastaub den Himmel, von dem die Sonne wolkenlos schien. Die Elektrowinde schnurrte stundenlang und bis auf eine gebrochenen Haltestange am Lepo-Motorrad gab es keinerlei Ausfälle. Die Geduld der Piloten wurde dennoch auf die Probe gestellt, denn der große Andrang sorgte für lange Wartezeiten. Die Helmreihe war einige Meter lang. Bis zum Abend wurde geschleppt. Und die DGC-Crew schaffte es, jeden Piloten mindestens einmal in die Luft zu befördern. Und auch am zweiten Tag lachte die Sonne von einem wolkenlosen und dieses Mal etwas weniger trüben Himmel. Es ging thermisch deutlich besser, sodass einige Piloten nach dem Lösen vom Seil einen Lift nach oben fanden. So ergaben sich Gelegenheiten, die Umgebung des Flugplatzes aus der Luft zu erkunden. 

Foto: Markus Scheid

Workshop am Freitagstreff

Alltagstaugliche Tipps unter dem Titel „Chronisch gesund“

MartinScharfe


Martin Scharfe verstand es, das komplexe Thema "Gesundheit" verständlich zu vermitteln.

20. Februar 2026, beim zum Workshop gemachten Februar-Freitagstreff vermittelte Vereinsmitglied und Sporttherapeut Martin Scharfe eine Menge Wissenswertes dazu, wie wir alle unser Leben auf einfache Weise gesünder gestalten können. Um es vorweg zusagen: Ein Zeitraum von – mit Pausen – vier Stunden, in dem es um die Weitergabe beziehungsweise Erarbeitung von Wissen geht, kann ganz schön lang werden. Auch bei einem Thema, für das vier Stunden eigentlich von vornherein nicht reichen. Daran wird allerdings keines der 25 DGC-Mitglieder, der Einladung zum Workshop in die NOA-Rheinterrassen in Bonn gefolgt waren, gedacht haben. Im Gegenteil. Dass der Abend als eher kurzweilig empfunden wurde, ist Martins gelungenem Versuch zu verdanken, das riesige Thema „Gesundheit“ in eine gemeinsam erstellte, umfassende Schlagwort-Liste zu fassen und diese anschließend mit relevantem Inhalt zu füllen, ohne seine Zuhörerinnen und Zuhörer unnötig mit Fachbegriffen oder Details zu überfrachten. Seine Motivation: den Blick darauf zu lenken, was uns in unserem täglichen Leben guttut, also gesund für uns ist, und was nicht. Und wenn einige seiner zahlreichen Beispiele für einfache, bewusste Änderungen im Alltag zur Förderung der eigenen Gesundheit von ein paar Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Abends ausprobiert würden, ist für Martin ein Ziel des Workshops bereits erreicht.

Dabei hat Martin, selbst notorisch neugierig auf alles, was den menschlichen Körper positiv beeinflussen könnte, angesichts der unterschiedlichen Wissensstände seines Publikums einen gelungenen Rundumschlag geboten, von dem alle in irgendeiner Form profitiert haben dürften. Wie gut der Abend bei sämtlichen Anwesenden ankam, zeigte sich unter anderem in der Ernsthaftigkeit und Konzentration beim gemeinsamen Ausprobieren der „Box-Atmung“ in Intervallen von 4 x 4 Sekunden über 3 Minuten: Kein Mucks war zu Hören – in einer solch großen Gruppe eine echte Rarität.

Undogmatisch und praxisbezogen teilte Martin sein Wissen. Dabei verstand er es, das Thema „Ernährung“ bei diesem Workshop gekonnt zu umschiffen, da es gerne ideologisch verhaftet ist und somit Konfliktstoff birgt. Wir bedanken uns herzlich bei Martin Scharfe für seine Mühe und würden uns natürlich über weitere Themenabende mit ihm freuen. Solche schließt er zwar nicht aus, fragt aber zugleich: „Warum machen nicht viel mehr so was?“. Die Vermutung, dass in unserem mitgliederstarken Verein so einiges an Spezialwissen schlummert, das bestens zur Weitergabe an Interessierte geeignet wäre, liegt schließlich nahe.

Martin Scharfe, Jahrgang ’74, arbeitet als Sporttherapeut und ist selbst leistungssporterfahren. Er hat an Bordair Races teilgenommen und war Pilot beim Dolomitenmann. Derzeit nimmt er an einer umfangreichen regene rationsmedizinischen Fortbildung teil am Mojo-Institut, Hennef.

Foto: Walter Rist, Text: Lorenz Kalke

Aktuelle Seite: Home Aktuelles